Freitag, 2. Februar 2018

Creative Space


Es ist schön, dieses hier melden zu können, denn wir sind dabei:
"Zum zweiten Mal zeichnet CREATIVE.NRW fünf Kreativnetzwerke aus Nordrhein-Westfalen als CREATIVE.Spaces aus. Damit unterstützt das Kompetenzzentrum des Landes das kreativwirtschaftliche Engagement der ausgewählten Initiativen und erweitert das bereits etablierte Netzwerk der Netzwerke in NRW. Die Auszeichnung wird am 21. März, um 18 Uhr im Startplatz Köln verliehen." Mehr dazu:

https://www.creative.nrw.de/news/artikel/creativespaces-2018-die-gewinner-stehen-fest.html

Wir freuen uns sehr, dass damit unsere Vermutung, zu den kreativsten Orten in NRW zu gehören, offiziell bestätigt wird! Naturlich freuen wir uns auch über die damit verbundene Auszeichnung und sie wird mit Sicherheit ein Ansporn sein, jetzt erst richtig loszulegen. Interessant wird es bestimmt, die anderen Preisträger kennenzulernen und unser Netzwerk entsprechend zu erweitern. Ein super schöner Preis! Wir danken den Juroren für ihren Mut, den Preis in unser kleines Reelkirchen zu vergeben und wir werden alles geben, um uns würdig zu erweisen!

Freitag, 19. Januar 2018

Vortragsreihe: Außergewöhnliche Forschungsgebiete



Wir freuen uns sehr, dass unsere Sanierungsarbeiten soweit fortgeschritten sind, dass wir endlich einmal wieder die Räumlichkeiten für spannende Veranstaltungen nutzen können! Schon bald startet unsere neue Vortragsreihe, die diesmal ungewöhnliche Forschungsgebiete vorstellt.
In vier Vorträgen möchten wir auf unterhaltsame, allgemeinverständliche Art zeigen, welche Bereicherung diese außergewöhnliche, selbst definierte und interdisziplinäre Forschung abseits des Mainstream sein kann. Deshalb haben wir vier Wissenschaftler/innen eingeladen, uns über ihre Forschungsthemen zu berichten und erhoffen uns Einblicke in Bereiche, die in dieser direkten und persönlichen Form sonst nicht zu bekommen sind.

Veranstalter: Verein zur Erhaltung und kulturellen Nutzung des Wasserschlosses Reelkirchen e.V.
Veranstaltungsort: Wasserschloss Reelkirchen, Mühlenstraße 30, 32825 Blomberg
Kontakt: sigrunbrunsiek@gmail.com



Freitag, den 2.2.2018, 19.30 Uhr
Priv.-Doz. Dr. Sabine Klocke-Daffa: Feldforschung zum Grundeinkommen in Namibia

In Namibia wurde seit 2008 ein Modellprojekt gestartet, das weltweit für Aufsehen und Diskussionen gesorgt hat. Es ging dabei um die Gewährung eines bedingungslosen Grundeinkommens, das jedem namibischen Bürger gewährt werden sollte, aber zunächst anhand einiger Modellregionen erprobt und dabei ethnologisch begleitet wurde. Die von Dr. Sabine Klocke-Daffa durchgeführte Forschungsarbeit vor Ort schließt damit an die aktuelle Diskussion um Sicherungskonzepte und Grundeinkommen auch in anderen Regionen der Welt an und versucht Aufschluss über den Zusammenhang von Sozialstruktur, Akzeptanz und Umsetzung moderner Sicherungsmechanismen zu geben.
Zur Person: Sabine Klocke-Daffa promovierte 1998 an der Universität Münster im Fach Ethnologie mit einer Dissertation unter dem Titel „Wenn du hast, musst du geben“ über soziale Sicherungssysteme in Namibia. Anschließend war sie lange beim Landesverband Lippe tätig, gab aber gleichzeitig auch Lehrveranstaltungen an der Uni Münster. 2008 wechselte sie an die Universität Tübingen, wo sie heute als Akademische Mitarbeiterin am Asien-Orient-Institut/Abteilung Ethnologie tätig ist. 2016 habilitierte sich in Tübingen mit einer Arbeit zur Angewandten Ethnologie.


Donnerstag, den 15.2.2018, 19.30 Uhr
Dr. Claudia Müller-Ebeling: Schamanisches Erbe unserer Kultur.

Der Schamanismus ist keine Religion sondern eine auf Mythologie aufbauende Technologie des Bewusstseins, die Europa schon in der Steinzeit geprägt hat. Die frühe Geschichte des europäischen Schamanismus, dessen Bedeutung in den germanischen und alpenländischen Kulturen ist ein Forschungsschwerpunkt der Referentin. Sie geht auch der Frage nach, wieso der alte Schamanismus heute nicht mehr praktiziert wird, aber wie doch Schamanisches in unserem modernen Alltag überlebt hat.
Zur Person: Claudia Müller-Ebeling studierte Kunstgeschichte, Ethnologie, Indologie und Literaturwissenschaft in Freiburg, Hamburg, Paris und Florenz. Sie promovierte in Kunstgeschichte über visionäre Malerei im 19. Jahrhundert am Beispiel des französischen symbolistischen Malers Odilon Redon. Studienreisen zur Erforschung des Heilpflanzenwissens und Gebrauchs führten sie auf Guadeloupe (Karibik) und auf die Seychellen. Lange erforschte sie den Schamanismus in Nepal mit vergleichenden Studien in Korea, im Amazonasgebiet von Peru und in Kolumbien. Sie ist Autorin zahlreicher Artikel und Bücher zu kulturhistorischen, fernöstlichen und ethnologischen Themen. Als freischaffende Wissenschaftlerin, Referentin und Autorin lebt sie in Hamburg.



Freitag, den 2.3.2018, 19.30 Uhr
Dirk Liesemer: Von Inseln, die es nicht gibt und nie gegeben hat. Lesung aus dem Lexikon der Phantominseln.

Sinnestäuschungen, Machtgelüste, Hochstapelei: Immer wieder haben es Inseln auf die Karten der Weltmeere geschafft, die in Wahrheit nie existierten. Immer wieder wurden sie zum Ziel ehrgeiziger Expeditionen - und immer vergeblich. Dreißig der berühmtesten Inseln, die es nie gab, sind hier versammelt, dreißig verrückte Geschichten von menschlicher Hybris, Fantasie und blauem Dunst.
Zur Person: Dirk Liesemer, 40, arbeitet als Journalist für Zeitschriften wie mare, GEO und Spiegel. Er schreibt vor allem über gesellschaftliche und historische Umbrüche. Das "Lexikon der Phantominseln" ist sein erstes Buch, ein zweites erscheint im kommenden Herbst. Liesemer, geboren Schneider, ist in Lippe aufgewachsen und ging in Detmold zur Schule.


Freitag, den 16.3.2018, 19.30 Uhr
Dr. Josef Spiegel: Zensur in der Bundesrepublik Deutschland
 "Wer auf der Suche nach einer komprimierten Sittengeschichte der Bundesrepublik ist, wird hier auf geradezu fantastische Weise fündig. Akribisch aufgelistet finden sich sämtliche Sendungen und Informationen, die den Menschen in diesem Lande in den vergangenen 60 Jahren nicht zugemutet werden sollten“ schreibt der Journalist Dirk Maxeiner über das „Zensur-Archiv“ das Dr. Josef Spiegel über Jahre hinweg aus seinen eigenen Sammlungen aufgebaut und im Internet publiziert hat. Interessante Beispiele aus diesem Wertewandel und Sozialgeschichte darstellenden Archiv sowie die Geschichte von dessen Abschaltung im Netz werden berichtet.
Zur Person:  Dr. Josef Spiegel studierte u.a. Kunst, Theologie und Hauswirtschaft an der Universität Münster. Nach seiner Promotion im Fach Soziologie war er u.a. im Kultursekretariat NRW Gütersloh tätig, heute leitet er die Stiftung Künstlerdorf in Schöppingen und den Verein Wasserschloss Reelkirchen e.V.

Freitag, 1. Dezember 2017

Workshop Künstlerförderung - Kunst in der Fläche



Am 29. November fand der zweite Workshop "Kunst in der Fläche - Individuelle Künstlerförderung in OWL" im Wasserschloss statt. Ziel war zunächst eine Bestandsaufnahme: wir wollten nicht nur wissen, wo es in Ostwestfalen-Lippe spannende Kunst und Kulturprojekte gibt, sondern auch, was die Region für Künstler interessant machen könnte, wo sie Möglichkeiten, Stärken und spezielle Anknüpfungspunkte sehen. Zu dem Zweck haben wir natürlich all die schönen zeitgemäßen Instrumente angewandt, Internetrecherche, Umfragetools etc., aber die Ergebnisse waren uns zu unvollständig, vor allem auch zu abstrakt und tot. Deshalb haben wir zur Ergänzung der "Daten" fünf Künstler bzw. Künstlergruppen damit beauftragt, eine ganz subjektive "Feldforschung" in jeweils einem der ostwestfälischen Kreise durchzuführen. Sie sollten sich überraschen lassen, ihre Eindrücke schildern, erzählen, was sie auf ihrer Reise vorfanden und was sie vielleicht zu weiterem künstlerischen Interesse in dieser Region veranlassen könnte. Das war sehr interessant zu hören und soviel "Input", dass wir gar nicht mehr dazu kamen, die Projektentwicklung weiter voranzutreiben, aber dazu demnächst mehr. Dann werde ich auch die Künstler und ihre "Feldforschungen" genauer vorstellen.  

Freitag, 6. Oktober 2017

GESCHMACKSACHE - EatArt in OWL: Bart Stuart und Klaar van der Lippe in Detmold auf dem Markt



Bart und Klaar versuchen heutige soziale Problematik auf künstlerische Weise erlebbar zu machen. Ihr leicht absurder Ansatz lässt ihre Zusammenkünfte zu einem Erlebnis werden. Bart und Klaar arbeiten weltweit im öffentlichen Raum. Ihre Mission ist es, den geteilten Raum wieder zu öffnen für Gemeinschaft und Verbundenheit. "Liebe geht durch den Magen": Bart und Klaar und das Publikum bereiten eine gemeinsame Mahlzeit mit einem philosophischen Einschlag zu. In wechselnder Konstellation verändern Geber und Empfänger ihre Rollen. Regie führt letztendlich das Kollektiv…










Mittwoch, 20. September 2017

Montag, 4. September 2017

ACHTUNG: VERANSTALTUNG FÄLLT AUS

In diesem Jahr nehmen wir nicht am Tag des offenen Denkmals teil und am 10. September gibt es auch keine Eat-Art-Veranstaltung, wie der Blomberger Anzeiger fälschlicherweise berichtete! Leider ist die Renovierungs-Situation und auch unsere persönliche Auslastung im Moment so, dass es unmöglich ist, eine Veranstaltung mit vielen Besuchern auszurichten. Alle Interessierten hatten ja am Sommerfest die Möglichkeit sich im Schloss umzusehen und zahlreiche Eat-Art-Events zu genießen. Ich hoffe nur, dass aufgrund der Fehlinformation nun nicht Jemand sich extra auf den Weg zum Wasserschloss macht und dann enttäuscht ist, wenn es gar keine Veranstaltung gibt, zumal der Blomberger Anzeiger vorher nicht mehr erscheint und so auch keine Gegendarstellung mehr gedruckt werden kann. Im nächsten Jahr sind wir am Tag des offenen Denkmals auf jeden Fall wieder dabei und wenn es die nächste Veranstaltung gibt, werde ich hier berichten!

Donnerstag, 17. August 2017

Das Haus mal ohne Putz

Die Ostfassade stellte sich nach der Abnahme des Putzes als nicht so schadhaft, wie befürchtet heraus. Einiges ist zu machen, aber weil an einer Stelle der Holzstaub schon unter dem Putz herausrieselte, haben wir Schlimmeres befürchtet.

Hier sieht man, dass einige Schäden auch schon älter sind. Unter dem abgefaulten Eckständer wurde einfach gemauert.

Das ist die Nordfassade. Dort wo die Plane hängt, musste die Wand komplett herausgenommen werden.

Die Zimmermannsarbeiten in einem Zwischenstadium.

Jetzt möchte ich mal wieder einen kleinen Einblick in die Restaurierungsarbeiten geben. Wegen des großen Fachwerkschadens an der Nordseite haben wir uns entschlossen, die Nord- und die Ostseite freizulegen, um einen Blick auf die Substanz werfen zu können. Schlecht ist es nämlich, wenn die Innenräume fertig sind, weil sich durch das Ganze Abstützen von Balken sonst immer wieder Risse irgendwo in den schönen neuen Innenwänden bilden können. Also erstmal die Statik und das Fachwerk sichern! Aber es ist auch sehr interessant zu sehen, wie das Haus so konstruiert ist und da bietet sich jetzt die einmalige Möglichkeit, denn wenn das Fachwerk restauriert ist, wird alles wieder verputzt.