Sonntag, 19. Januar 2014

Noch ein Baum ist nicht zu retten

Diese schöne Linde war leider auch fällig. Sie war in der Mitte gerissen, wie man sieht, wenn man genau hinschaut. Deshalb konnte Wasser eindringen und das Holz von innen faulen. Es tat mir sehr leid, sie fällen lassen zu müssen, aber sie wäre irgendwann direkt auf das Torgebäude gefallen, zu dem sie sich schon hinüberneigte.

Es war Maßarbeit nötig, um das Fahrzeug durch die Toreinfahrt zu dirigieren. Das sah schon komisch aus, weil es ohne Fahrer per Fernsteuerung da hindurch manövriert wurde.

Zunächst wird das Stahlseil angebracht.

Dann wird eine Kerbe in die Richtung gesägt, in die der Baum fallen soll.

Der Stamm wird komplett durchgesägt.

Der Baum kippt...

... und landet genau da, wo er hinsoll.

Im Fallen brach er schon auseinander und innen war er in der Tat schon total hinüber.

Schade um den schönen Baum, aber jetzt können wir wieder zwei neue pflanzen, die sich auf den Seiten der Einfahrt gegenüberstehen, so wie es ursprünglich auch war.

Kafeepause!


Das war wirklich eine perfekt organisierte und durchgeführte Aktion! 1000 Dank an alle Helfer, besonders an Arnd, Karsten und die Polizei, die supernett geholfen hat.

Bäume müssen fallen

Von der Behörde Straßenbau NRW waren wir dazu aufgefordert, einige Bäume an der B1 zu beseitigen, die eine Gefährdung für den Straßenverkehr darstellen könnten, weil sie abgestorben oder schräg stehend waren. Das Risiko kann man nicht eingehen, falls wirklich ein Baum auf die Straße fallen sollte, wäre man daran schuld. Also musste die große Baumfäll-Aktion stattfinden. Das erste Problem war es, dass natürlich auch während der Baumfällungen ein Baum unplanmäßig auf die Straße fallen könnte, also musste die ganze B1 abgesprerrt werden. Das zweite Problem ergab sich daraus, dass die Bäume ziemlich dicht standen und man gar nicht ohne Weiteres mit schwerem Gerät und Seilwinde herankam.Zum Glück hat mein Bruder, der Land- und Forstwirt ist, alles perfekt organisiert und auch die Polizei hat geholfen!
Hier sind ein paar Eindrücke:
Dieses Wahnsinns-Gerät konnte die Bäume ziehen und heben, als ob sie nichts wiegen würden.

Und dann konnte es auch noch komplett über Fernsteuerung bedient werden, wie ein Spielzeug-Auto. Auf dem Foto sägt mein Bruder den Baum ab und der Fahrzeugführer bedient gleichzeitig die Seilwinde über Fernsteuerung, so dass der Baum beim Fallen noch in die richtige Richtung gezogen wird.


Hier fällt eine der großen Eschen. Es ist schon traurig, dass so viele Eschen sterben. Im Moment folgt das große Eschen-Sterben dem Ulmen-Sterben, das vor ein paar Jahren dazu geführt hat, dass es nur noch wenige Ulmen gibt. Jetzt sind die Eschen betroffen, was auch nicht gut klingt, weil die Esche ja der mythologische Weltenbaum (Yggdrasil)  ist.Es wurde mir aber versichtert, dass es für die Eschen schlecht ist, wenn sie so dicht stehen, so dass die Erhaltenen sich nun vielleicht erholen können.

So in etwa sieht es nun im Wald aus. Eine Schneise ermöglicht den Zugang, es sind immer noch genug Bäume da und der Wald ist erstmal durchgeforstet.